„Die Lehrer haben sich über unsere Erfolge gefreut.“

Interview mit Laura Nikolich

Die zwanzigjährige Laura Nikolich studiert im zweiten Semester Geschichte und Englisch fürs Lehramt an Gymnasien an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.

Laura Nikolich im Gespräch mit Eduaktiv.
Frau Nikolich, Sie studieren fürs Lehramt und wollen Lehrerin werden - hat das etwas mit Ihrer Schulerfahrung zu tun?

Zunächst mal dürfen Sie gerne du zu mir sagen. Ich fühle mich einfach furchtbar alt, wenn ich gesiezt werden. Und dann: Ja, natürlich. Ich war in einem Obermayr-Kindergarten, in der Grundschule und dann auf dem Gymnasium. Es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe das Gefühl, dass es mir sehr gut getan hat. Und ich bin nicht die einzige von meinem Jahrgang, die Lehrerin werden möchte. Es waren viele Lehrer und Lehrerinnen auf der Schule, die mich beeindruckt und fast möchte ich sagen geprägt haben. Da kommt dann schon mal der Wunsch auf: „So möchte ich auch werden.“

Kannst du das etwas genauer erklären, inwiefern Dich Lehrer oder Lehrerinnen besonders beeinflusst haben?

Das ist nicht schwer zu erklären. Ich hatte immer das Gefühl, dass unsere Lehrer an uns persönlich interessiert waren. Dass sie sich über die Erfolge jedes Einzelnen gefreut haben und bei Misserfolgen immer überlegt haben, woran es liegen könnte. Und für mich ist nichts motivierender gewesen als zu sehen, dass mein Erfolg auch anderen Freude macht. Außerdem hatten wir immer Lehrer, bei denen ich das Gefühl hatte, sie brennen für ihr Thema. Und das wirkt auch ansteckend.

Hat dir dieses System mit der Rhythmisierung, den Doppelstunden und der Freiarbeit geholfen?

Also ich muss sagen, während meiner Schulzeit war das einfach immer selbstverständlich. Ich war ja immer nur auf Obermayr-Schulen. Ich habe das nie in Frage gestellt. Erst jetzt im Studium merke ich, wie tief durchdacht das ganze System ist. Da ist nichts dem Zufall überlassen. Das ist alles so gewollt. Ich merke bekomme jetzt, wo ich manchmal hier aushelfe mit, wie eng die Absprachen unter den Lehrern und Lehrerinnen ist. Dass es kein Zufall war, wenn uns das gleiche Thema in Deutsch und Englisch und kurz darauf auch in Bio und Mathe begegnet ist. Dahinter standen Absprachen, das hatte System. Und so gefällt es mir eigentlich im Nachhinein noch viel besser, als während der Schulzeit. Denn da ist es natürlich auch spannend, wenn man etwas in einem Fach erst mal lernt und dann in einem anderen Fach sieht, dass man das auch anwenden kann.

Hast du noch ein Schlusswort an die Schülerinnen und Schüler, die nach dir kommen?

Eines möchte ich auf keinen Fall vergessen. Es gab einige Lehrer und Lehrerinnen, die mich beeindruckt haben und zu denen ich auch ein persönliches Verhältnis hatte. Ich wusste, ich kann jederzeit kommen und bekomme die Unterstützung, die ich benötige. Darüber hinaus habe ich in unserem Schulleiter Dr. Obermayr einen Menschen kennen gelernt, der wirklich für seine Sache brennt. Das hat mich ganz sicher am meisten geprägt, weil es mir gezeigt hat, dass es sich lohnt, für eine Sache alles zu geben. Ich kann nur eins sagen: Lasst Euch drauf ein, lasst euch inspirieren und anstecken, es lohnt sich.

Bildnachweis: Europa-Schule Dr. Obermayr e. V.

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