Technik und elektronische Medien im Campus Erbenheim

Zwischen Tradition und Moderne

Technik und elektronische Medien im Campus Erbenheim

Lernen ist ein schöpferischer Prozess, der viele Elemente nutzt. Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Lernalltag der Europa-Schule Campus Erbenheim?

Schon rein äußerlich ist der Campus Erbenheim geprägt durch eine fruchtbare Beziehung zwischen Tradition und Moderne: Auf der einen Seite steht für die Tradition unsere romantische Villa aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf der anderen Seite sehen wir die modernen Neubauten: Die lichtdurchflutete Mensa mit ihren neuen Unterrichtsräumen wie dem klimatisierten und schallisolierten Musikraum und dem Kunstraum. Gleich daneben findet sich die neue Sporthalle, die Platz für Spiel, Übung, Bewegung und Spaß gibt.

Traditionelle Werte sind uns wichtig

Auch in unserem Umgang miteinander legen wir Wert darauf, dass sich bewährte Regeln mit modernen Lehr- und Lernmethoden verbinden. So achten wir alle miteinander zum Beispiel darauf, dass die Schüler Verantwortung füreinander und für die von uns allen genutzten Räume übernehmen. Deshalb gibt es auch hier klare Regeln: Etwa, dass jeder nach dem Essen seinen Tisch sauber hinterlässt, dass wir höflich zueinander sind, dass der Umgangston untereinander stimmt. Diese Werte zu formulieren und alltäglich zu leben, gelingt uns im Campus Erbenheim natürlich deshalb so gut, weil hier die Klassen durchweg klein sind. Wir alle kennen einander. Das schafft eine familiäre Atmosphäre, bei der keiner ausgegrenzt wird.

Wechselnde Unterrichtsformen födern soziale KompetenzenDiese Partnerschaftlichkeit setzt sich auch in der Gestaltung unseres Lernumfeldes fort: Wechselnde Unterrichtsformen wie Partner- und Gruppenarbeit, Lernen in Projekten sowie das Schulleben mit gemeinsamem Mittagessen und Klassenfahrten dienen dem Einüben dieser sozialen und persönlichen Kompetenzen.

 
Menschen und Technik: Hand in Hand

Lernen und Leben braucht viele unterschiedliche Anregungen. Deshalb ist uns wichtig, dass die aktuelle Technik ihren Platz als Mittel der Kommunikation und Information ihren angemessenen Platz findet. So sind Laptops und Smartboards ganz selbstverständlich in die alltägliche Lernarbeit integriert. Dieser vertraute Umgang mit der Digitalisierung ist eine der selbstverständlichen Voraussetzungen der Europa-Schulen, ihre Absolventen fit zu machen für den Alltag in Gesellschaft und Wirtschaft, der zunehmend durch Computer bestimmt wird.

Conseles: Unsere pädagogische Lernplattform

Wie sich die Digitalisierung intelligent nutzen lässt, zeigt sich auch im Einsatz unserer speziellen digitalen Lernplattform Conseles. Sie erlaubt es den Schülern und Schülerinnen, via Internet auch von zu Hause noch einmal zu sehen, was aktuell im jeweiligen Fachunterricht durchgenommen wurde. Conseles ermöglicht es den Schülern, zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort, die Übungsklausuren, die er gerade braucht, herunterzuladen und unabhängig von Ort und Zeit zu bearbeiten. Dies hilft nicht nur den Schülern, die wegen Krankheit zu Hause bleiben müssen. Auch wer einfach mal zu Hause Lust hat, sich intensiver mit einem Thema zu beschäftigen, das im Unterricht behandelt wurde, findet hier zusätzliches Wissen. So ergänzen sich persönliche Anregung durch die Lehrkräfte perfekt mit digitaler Technik, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn der Schüler dies möchte.

Smart lernen mit dem Smartboard

In einigen Fächern wird regelmäßig das interaktive Smartboard eingesetzt, das ebenfalls zur Ausstattung einiger Klassenräume im Campus Erbenheim gehört. Welche Erfahrungen die Schüler damit machen, davon berichten Nele und Melisande aus der 8b, die das Smartboard gerne benutzen: „Manchmal bekommen wir ein Tafelbild als Arbeitsblatt. Im Unterricht werden dann an der Tafel Aufgaben gelöst“, erzählt Nele. „Weil wir den gleichen Stoff noch einmal mal als Arbeitsblatt haben, können wir es dann gut in der Freiarbeitsstunde noch einmal durcharbeiten und sehen dann, ob wir es verstanden haben“, erzählt Melidsande.

Moderne Medien werden in die Unterrichtsgestaltung intergiertAuch Lore Brendel, die stellvertretende Schulleiterin arbeitet gerne mit dem Smartboard. „Gerade in Mathematik ist das ganz gut“, erzählt sie. „In Geometrie kann ich die Figuren drehen oder Teile „einfliegen“ lassen. Das macht den Schülern und Schülerinnen Spaß – und es ist einfach vieles gut visuell darstellbar.“ Allerdings, fügt sie an, gehört auch eine gute Schulung dazu: „Wenn die Lehrkräfte nicht wissen, was sie alles mit einem Smartboard machen können, werden die Geräte lediglich wie Tafeln benutzt – und das ist nicht der eigentliche Sinn.“ Doch bei aller digitalen Technik, die im Campus Erbenheim zum Einsatz kommt: Freiarbeitsaufgaben und Hausaufgaben werden auch heute noch in einem ganz traditionellen Buch, dem Diary, handschriftlich vermerkt. Ein im Buch vorgesehenes Dialogfeld vereinfacht zudem die Kommunikation zwischen Elternhaus und Lehrkräften. So wirken Tradition und Moderne an der Europa-Schule Hand in Hand.

Bildnachweis: Fotos: pressmaster/shutterstock

 

 

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